Falsche Vorstellungen

Homöopathie hilft nur bei leichten Erkrankungen

Homöopathie wirkt langsam

Da ist ja gar nichts drin – das kann doch gar nicht wirken

Homöopathie hilft nur bei leichten Erkrankungen

Diese Einstellung wird oft von Laienhomöopathen vertreten.
In der Hobbyliteratur finden sie bewährte Mittelchen gegen Durchfall, tränende Augen und Quetschungen, die in vielen einfachen Fällen auch tatsächlich zu helfen scheinen.
Ist der Durchfall aber nicht einfach auf den Genuss eines schlechten Lebensmittels zurückzuführen, sondern Teil einer chronischen Darmerkrankung wird das selbst gesuchte Mittel versagen. Aha – die Homöopathie wirkt also nur bei leichten Erkrankungen. FALSCH!
Das Mittel hat nicht gewirkt, weil es nicht korrekt nach dem Ähnlichkeitsprinzip gewählt wurde.
Mittelempfehlung für Krankheiten wie Allergien, Krebs und Epilepsie werden Sie in der Hobbyliteratur vergeblich suchen. Aber auch bei diesen Erkrankungen kann eine homöopathische Behandlung helfen.

Homöopathie wirkt langsam

Wie schnell eine homöopathische Behandlung wirkt, ist abhängig von der Art der Erkrankung.

In akuten Fällen haben wir uns an sofortige Erleichterung gewöhnt und erwarten dasselbe nun auch bei chronischen Krankheiten.
Eine chronische Krankheit entwickelt sich aber nicht von heute auf morgen sondern über Monate manchmal über Jahre hinweg. Kein Mittel – weder ein homöopathisches noch ein schulmedizinisches – vermag diese Krankheit dann innerhalb von ein paar Tagen zu heilen.
Oft werden dem Homöopathen Patienten vorgestellt, deren Leiden bereits Monate oder sogar Jahre andauert. Die medizinische Vorgeschichte ist lang und von Frust und Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet. Dem Homöopathen wird dann eine Frist von zwei Wochen gestellt, um "das wieder hinzubekommen", weil ansonsten der allopathische Tierarzt wieder aufgesucht werden soll. Ist nach zwei Wochen dann keine Besserung in Sicht, wird die Homöopathie oft als wirkungslos oder zu langsam bezeichnet.
Seien Sie bitte objektiv. Wunder kann die Homöopathie natürlich auch nicht vollbringen.
Chronische Krankheiten werden nur selten durch eine einzige Gabe des passenden Mittels geheilt. Gerade bei länger bestehenden Erkrankungen kann die Heilung einige Zeit in Anspruch nehmen und eventuell weitere Mittel erfordern.

Die Wirkung eines homöopathischen Mittels bei akuten Erkrankungen hingegen erfolgt sehr rasch.

Da ist ja gar nichts drin – das kann doch gar nicht wirken

Je häufiger verdünnt und verschüttelt wird – also je höher die Potenz, desto tiefgreifender wirkt ein Mittel.
Aber ab einer bestimmten Verdünnung, also einer bestimmten Potenz (D23 oder C12), ist mit unseren heutigen Analysemethoden kein einziges Molekül des Ausgangstoffes mehr vorhanden. Und trotzdem werden gerade sehr hohe Potenzen erfolgreich angewendet. Wie kann das sein?
Mit unserem heutigen Stand der Wissenschaft ist es uns zwar noch nicht endgültig möglich, dies zu erklären, doch widerlegt werden kann die Wirksamkeit auch nicht.

Manche vermuten, dass die Ausgangssubstanz des Mittels durch das Verschütteln die Außenelektronen des Milchzuckers (also des Trägerstoff des Globuli) beeinflusst und so ihren Abdruck hinterlässt.
Die Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Irgendwann wird es möglich sein, dieses Phänomen eindeutig zu erklären.

Natrium Chloratum - jedem bekannt als normales Kochsalz – ist z.B. ein wichtiger Mineralstoff, den wir alle täglich mit unserer Nahrung zu uns nehmen. Physiologisch hat Kochsalz eine Bedeutung für den Wasserhaushalt, die Verdauung, das Nervensystem und auch den Knochenaufbau. Hoch potenziertes Kochsalz aber ist ein wertvolles Kummermittel in der Homöopathie. Es ist erstaunlich, dass gerade die Potenzen so kraftvoll sind, in denen kein Molekül des Ausgangsstoffes mehr nachzuweisen ist.

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