Krankheit aus homöopathischer Sicht

In der Schulmedizin ist die Krankheit an der gestörten Gesundheit schuld.
Das "Warum" ist in der Schulmedizin nicht von Interesse. Es hilft dem Arzt nicht weiter für seine Diagnose. Für ihn zählen nur Werte, die er messen oder sehen kann. Die schulmedizinische Arznei ist immer gegen die Erkrankung, bzw. gegen das krankmachende Agens gerichtet, wobei der Körper eine passive Rolle einnimmt.
Gegen Infekte werden Antibiotika gegeben, bei Fieber, fiebersenkende Mittel, bei Juckreiz Cortison. Wird das Medikament abgesetzt, kehrt die Erkrankung aber häufig zurück. Oft müssen Medikamente auch lebenslang genommen/gegeben werden.

Der Homöopath stellt sich hingegen immer die Frage:

Bereits Claude Bernard (ein französischer Physiologe; † 1878) fand heraus, dass nicht die Mikrobe schuld an der Krankheit ist, sondern das Terrain, auf das sie trifft.
"Le microbe n´est rien, le terrain c´est tout." (Der Keim ist nichts, der Nährboden ist alles.)

Wenn ein Mensch oder Tier von einem krankheitserregenden Agens angegriffen wird (dies kann eine Mikrobe, aber auch ein körperliches oder emotionales Trauma sein), ist es die Selbstheilungskraft (das Immunsystem), die das krankmachende Agens vertreibt und für die Gesunderhaltung des Organismus sorgt.
Sobald sich das Immunsystem im Ungleichgewicht befindet, wird das Lebewesen krank.
Die Symptome des Patienten stellen nicht die Krankheit selber dar, sondern die Art und Weise, wie der Patient individuell auf die geschwächte Lebenskraft reagiert.

Daher führt die Bekämpfung des krankheitserregenden Agens selten zur Heilung.
In der Homöopathie ist die Lebenskraft allein für die Heilung verantwortlich. Die Arznei bewirkt nur die Anregung der Heilungskräfte des Patienten.

Beispiel

In der Schulmedizin wird z.B. bei einem Pilzbefall ein Pilzmittel gegeben. Daraufhin wird der Pilz verschwinden und der Tierhalter ist zufrieden.
Leider hat sich an der Empfänglichkeit des Tieres für einen Hautpilz nichts geändert und so wird der Befall nach kurzer Zeit wieder kommen und das Tier noch einige Male behandelt werden, Anitibiotika, Pilzmittel und Cortison bekommen.
Dabei ist die Hauterkrankung der Versuch des Körpers, das Ungleichgewicht der Lebenskraft nach "außen", möglichst weit weg von lebenswichtigen Organen zu bringen. Dieser Versuch wird mit Chemikalien immer wieder unterdrückt.
Nach einiger Zeit stellt sich beim dem Tier nun Husten oder Asthma ein, woraufhin der Tierarzt wieder aufgesucht wird. In der Schulmedizin ist der Husten eine neue Erkrankung, die mit dem damaligen Pilzbefall nicht in Verbindung steht. Wahrscheinlich wird unser Tier nun wieder Antibiotika oder Cortison bekommen.
In der Homöopathie erkrankt das gesamte Lebewesen und nicht ein einzelnes Körperteil.
"Ein einzelnes der gegenwärtigen Symptome ist so wenig die Krankheit selbst, als ein einzelner Fuß der Mensch ist". (Hahnemann).
Daher wird der Husten mit dem unterdrückten Pilzbefall in Zusammenhang gebracht. Die Auswirkung der verstimmten Lebenskraft hat sich nun bereits auf wichtigere Organe als die Haut ausgedehnt. Für die homöopathische Behandlung sind deshalb neben den Symptomen auf der Gemütsebene auch die früheren Hautsymptome wichtig.

In der Homöopathie ist jeder Fall einzigartig ist und erfordert ein eigenes Mittel. Wichtig sind allein die Symptome, nicht der Name der Krankheit. Sind die Symptome anders, muss auch das Arzneimittel ein anderes sein.

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